Zeitensprünge-Projekte im Überblick

Förder-
entscheidung
Projektträger Projekttitel und Kurzbeschreibung
02/08 Yekmal e.V.
Cuvrystr. 13/14
10997 Berlin
Die Geschichte der kurdischen und türkischen Migranten in Kreuzberg
Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer entstammen der kurdischen und türkischen Kultur, deren Spuren in Kreuzberg nachgegangen werden soll. Manche sind in Kreuzberg geboren, andere kamen als Kleinkinder mit ihren Familien hierher. Da sie sich selbst manchmal als "Kreuzberger" bezeichnen, ist es von großem Interesse für sie, die Geschichte ihres Stadtteils zu erforschen. Auch aufgrund des türkisch-kurdischen Konfliktes, ist es wichtig, die Geschichte beider Ethnien zu erarbeiten. Am Ende soll ein Dokumentarfilm erstellt werden.
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02/08 publicata e.V. / Jugendbegegnungsstätte plexus
Siegfriedstr. 29
10365 Berlin
Die Geschichte der Siegfriedstraße
Die ca. 2,6 km lange Siegfriedstraße, an der die Jugendbegegnungsstätte liegt, erstreckt sich von der Frankfurter bis zur Landsberger Allee. Das Interesse von vielen Kindern und Jugendlichen an geschichtlichen und politischen Zusammenhängen soll durch die Erforschung der Geschichte der Straße weiter belebt werden. Sie werden herausfinden, wie es früher in ihrem Kiez aussah und wie sich die sicht- und erlebbaren Veränderungen auf das Leben der Menschen ausgewirkt haben. Die Ergebnisse der Forschungen fließen in ein Video ein und werden Schulen für den Geschichts- bzw. Sozialkundeunterricht angeboten.
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02/08 Jugendzentrum Grenzallee / BA Neukölln
Grenzallee 5
12057 Berlin
Geboren 1989: DDR? - Was ist das denn?
Der Mauerfall 1989 war speziell für die Bewohnerinnen und Bewohner der "Köllnischen Heide“ ein unmittelbar erlebtes Ereignis, gerade im Hinblick auf den hier damals gelegenen Grenzübergang "Sonnenallee". Den "Kindern der Wende" sind Begriffe wie DDR, Mauer und Begrüßungsgeld zwar geläufig, doch sie können emotional wenig mit ihnen verbinden. Wie das Leben als DDR-Bürger aussah und warum das Ereignis, das gerade mal 19 Jahre zurückliegt, so ein Meilenstein war, werden die Teilnehmer recherchieren und in einem Video festhalten.
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02/08 Jugendwerk Aufbau Ost e.V.
tivolotte Mädchenclub
Berliner Str. 27/28
13189 Berlin
Teamfoto
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tivolotte@tivoli - gestern Kino heute Mädchenclub
Der Mädchenclub „tivolotte“ befindet sich an der Stelle, an der im damaligen Ausflugslokal "Feldschlösschen" erstmals bewegte Bilder gezeigt wurden. Das „Tivoli“ galt von 1895 bis 1994 - besonders auch in der DDR - als etabliertes Kino. Die Mädchen hören manchmal erstaunt Geschichten von Eltern oder Älteren, die hier in "ihrem Mädchenclub" früher Filme sahen. Die 100jährige Geschichte vom improvisierten Anfang bis hin zum Kino mit Prachtausstattung soll mithilfe von Zeitzeugeninterviews in einem Film festgehalten werden.
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02/08 FestLand e.V. Kulturinitiative Klein Leppin
Klein Leppiner Str. 26
19339 Klein Leppin
Heimatklänge
Klein-Leppin ist ein Neubauerndorf. Im früheren Gutshaus lebten lange Flüchtlinge, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Sie fanden in Klein Leppin eine neue Heimat, veränderten das frühere Gutsdorf und gaben ihm einen neuen Charakter. Welche Lebensgewohnheiten, Bräuche und Traditionen sind noch heute für die Jugendlichen spürbar? Unter welchen Umständen lebten die Kinder von damals? Wo liegt eigentlich Bessarabien? Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse innerhalb der "Hörgalerie un.erhört" des Festland e.V. zusammen mit einer Fotoausstellung/Porträts zu präsentieren. Die mitgeschnittenen Zeitzeugeninterviews werden dann als Klanginstallationen/Klangcollagen an verschiedenen Hörstationen zu erleben sein.

02/08 Malteser Treffpunkt Freizeit
Am Neuen Garten 64
14469 Potsdam
Pionierhaus Potsdam von 1950 bis 1954
Das ehemalige Pionierhaus Potsdam war zur Zeit der DDR die größte Kinder- und Jugendeinrichtung in der Stadt. Das Gebäude wird bis heute als Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung genutzt. Die Jugendlichen des Projektes wollen das Pionierhaus Potsdam von der Gründung im März 1950 bis zum Abschluss des Aufbaus im Jahr 1954 näher untersuchen. Neben dem Sichten von Archivalien, Zeitungen und einer umfangreichen Fotosammlung sind Internetrecherchen zum zeitgeschichtlichen Umfeld vorgesehen. Auch werden Zeitzeugenberichte mit Nutzern des Hauses aus der Gründungsphase aufgezeichnet. Das Gesamtergebnis wird in gedruckter Form als Broschüre und in digitaler Form als CD/DVD veröffentlicht und über die Internetpräsenz zur Verfügung gestellt.
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02/08 Heimat- und Geschichtsverein e.V.
c/o Simone Ahrend
Rathausstr. 37
19322 Wittenberge
Stadtrundgang
Die Junge Gemeinde möchte herausfinden, warum viele Häuser in ihrem Wohnort nach biblischen Orten und bekannten Personen der Kirchengeschichte wie z.B. Dietrich Bonhoeffer, benannt wurden und welche Bedeutung diese Namen heute noch haben. Außerdem wollen die Jugendlichen Fotos der Häuser und Texte von kirchlichen Liederdichtern gegenüberstellen und mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen, um die Bedingungen des Zweiten Weltkrieges und des Dritten Reiches aufzuzeigen, unter denen Juden und Behinderte des Dorfes leben mussten.

02/08 Heimatverein Sallgast e.V.
c/o Bernd Güttes
Senftenberger Str. 22
03238 Sallgast
Unsere sagenumwobene Heimat damals und heute
Zur 100-jährigen Geschichte von Sallgast und seinem Schloss wollen die Jugendlichen recherchieren. Mit Zeitensprüngen durch die Geschichts- und Sagenwelt ihrer Stadt wollen sie Zusammenhänge der Vergangenheit in den Kontext von heute stellen und geschichtliche Abläufe begreifbar machen. Eine Dokumentation in Form von kleinen Spielstücken bzw. einer Theateraufführung von historischen Ausschnitten soll als Film auf DVD gestaltet werden. Weiterhin haben die Jugendlichen vor, eine Broschüre mit Begleittexten und Fotos erstellen.

02/08 Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Teamfoto
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Begegnungen
Während einer Begegnungswoche auf der Insel Rügen werden ehemalige polnische Zwangsarbeiter zu ihren Lebensläufen befragt, ihre damaligen Arbeitsorte erkundet und mit ihnen gemeinsam besucht. Zusammen mit deutschen Zeitzeugen aus der Gemeinde sollen diese Zeit und die Erlebnisse der Zeitzeugen beider Länder erforscht werden. Die Projektteilnehmer erarbeiten neben den Interviewleitfäden eine Fotodokumentation und/oder einen Hörfunkbeitrag.
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02/08 Montessori-Schule Schwerin
Platz der Jugend 25
19053 Schwerin
Teamfoto
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Berühmte Frauen in Schwerin
Bei diesem Projekt haben sich Jugendliche zusammengefunden, um das Leben berühmter Frauen zu untersuchen. Anhaltspunkt bilden Schweriner Straßennamen, die auf besondere Verdienste in/für Schwerin bzw. auf eine wichtige Rolle in der Geschichte hinweisen. Dazu werden sie eine kleine Broschüre entwickeln und binden lassen, in der sie ihre Erkenntnisse dokumentieren.

02/08 Kolping Initiative M/V gGmbH
Eutiner Str. 20
18109 Rostock
Teamfoto
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Ein Stadtteil aus Kindersicht
2008 liegen die Ereignisse der Brandanschläge von Lichtenhagen 16 Jahre zurück. Die jungen Engagierten werden zeigen, wie sich der Stadtteil entwickelt hat und dass Lichtenhagen nicht nur der Stadtteil der Brandanschläge ist, sondern der "3 Sonnenblumen" - bunt, kinderfreundlich und lebenswert. Sie gehen mit Kameras auf Entdeckungsreise und dokumentieren die schönen und vielleicht auch weniger schönen Seiten. Dabei wird der Umgang mit Medien gefördert und eine stärkere Identifizierung mit dem Stadtteil erreicht.
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02/08 Kunstwerkstätten e.V.
Knopfstr. 26
17489 Greifswald
Teamfoto
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Geschichte(n) auf der Spur
Das Gebäude einer traditionsreichen Schule wurde bereits 1871 als Schule konzipiert und bis 2006 auch genutzt. Ein Teil der Gruppe befragt Eltern und Großeltern nach persönlichen Erinnerungen. Ein anderer Teil kontaktiert Zeitzeugen/ehemalige Schüler, zu denen keine persönliche Bindung besteht und die nicht mehr in Greifswald leben. Anhand individueller Tagebücher mit Skizzen und Notizen sollen in einer künstlerischen "Installation" die Ergebnisse der Projektarbeit, das Dokumentationsmaterial und die gewonnenen Erkenntnisse in dem derzeit zweckentfremdeten Gebäude ausgestellt werden.
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02/08 Latücht - Film & Medien e.V./ Medienwerkstatt
Große Krauthöfer Str. 16
17033 Neubrandenburg
Teamfoto
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Neubrandenburg und die Lager des 2. Weltkrieges
Bei diesem Projekt geht es um die Aufarbeitung der Lager des 2. Weltkrieges in Neubrandenburg (Fünfeichen, Frauen-KZ Ihlenfelder Str., Zwangsarbeiterlager). Gemeinsam mit dem Stadtarchiv und durch Begegnungen mit den Orten sollen die jungen Menschen zum einen über das Thema "2. Weltkrieg" mit der Stadtgeschichte vertraut gemacht und zum anderen für heutige rechtsextreme Strukturen und Strategien sensibilisiert werden. Die Darstellung der Projektergebnisse erfolgt entweder in Form einer PowerPointpräsentation oder eines Filmes.
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02/08 Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Stolpersteine auf Rügen
Schülerinnen und Schüler von Saßnitzer Schulen recherchieren die Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus in Sassnitz. Durch die Verlegung von Stolpersteinen wird an Menschen erinnert, die Widerstand geleistet haben oder aus anderen Gründen verfolgt wurden. Die Lebens- und Leidensgeschichten der Einwohner aus ihrer unmittelbaren Umgebung sowie der Häftlinge des KZ-Außenlagers Sassnitz werden aufgearbeitet.
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02/08 ASB OV Hagenow / Ludwigslust e.V.
Augustenstr. 5
19230 Hagenow
Teamfoto
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Vom Brunnen, der 99 Jahre verschwunden war
Der Fiek'n Brunnen wurde 2007 auf dem Hagenower Rathausvorplatz errichtet. In Szene gesetzt wurden Frau Püttelkow - die über alles und jeden in Hagenow bescheid wusste - und die Magd Fiek'n (plattdeutsch für Sophie), die vom Schusterjungen Konrad (wie vor 100 Jahren) beim Tratschen belauscht werden. Bis 1908 stand an der Stelle des jetzigen Kunstwerks tatsächlich der zentrale Brunnen der Stadt. In Form einer Großfotodokumentation sollen das Leben, die Gestalt und Funktion des Hagenower Marktplatzes dargestellt werden.
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02/08 Latücht - Film & Medien e.V./ Medienwerkstatt
Große Krauthöfer Str. 16
17033 Neubrandenburg
Zwangsarbeiter in Neubrandenburg
Gerade vor dem Hintergrund der Unterwanderung von Jugendclubs durch "rechte Parteien" ist es wichtig, die Zeit des Nationalsozialismus über persönliche Berichte mit Jugendlichen aufzuarbeiten. Zeitzeugen, die als Zwangsarbeiter in Neubrandenburg gearbeitet haben, berichten über Geschehnisse in der Stadt während der Nazi-Zeit. Der persönliche Kontakt zu Zeitzeugen und der kritische Umgang mit unterschiedlichen Medien steht bei diesem Projekt im Vordergrund.

02/08 Geschichtswerkstatt Flößberg e.V.
c/o Stefan Walter
Göschenstr. 3
04317 Leipzig
Teamfoto
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Das KZ-Flößberg
Die Jugendlichen setzen sich mit der Frage auseinander, wie das KZ Flößberg, ein Außenlager des KZ Buchenwald, von der Bevölkerung wahrgenommen wurde. Das KZ befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zivilbevölkerung und ist somit auch (tabuisierter) Teil der Regionalgeschichte. Unmittelbar nach Kriegsende wurden 98 der im Lager umgekommenen Häftlinge auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung nach Borna umgebettet. Obwohl unter großer Beteiligung der Bevölkerung erfolgt, ist nur wenig zur Umbettung bekannt.
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02/08 Ev.-Luth. Kirchgemeinde - Junge Gemeinde
Mitteldorfstr. 6
01561 Zabeltitz-Strauch
Das Schicksal der schlesischen Aussiedler nach dem 2. Weltkrieg
In den Orten der Gemeinde leben sehr viele schlesische Auswanderer/Vertriebene. Viele Großeltern der Jugendlichen sind zum Teil selbst schlesische Aussiedler. Die Arbeit in dem Projekt soll den Jugendlichen die Geschichte der ausgesiedelten Mitbürger und Familienmitglieder näher bringen. Auf der Suche nach einem eigenen Lebenskonzept, -stil und -praxis haben die Aussiedler besondere Erfahrungen gemacht, die zusammen mit ihren Traditionen als wertvolle Lebensweisheiten an die Jugendlichen vermittelt werden können.
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02/08 Gosecker Sonnenobservatorium e.V.
Burgstr. 53/ Schloss Goseck
06667 Goseck
Die Gosecker Schloss- und Ortsgeschichte
Das große öffentliche Interesse an den Ergebnissen ihrer Projektarbeit des vergangenen Jahres hat die Jugendlichen motiviert, sich vertiefend und weiter mit der Gosecker Schloss- und Ortsgeschichte zu beschäftigen. Wie wurde das Schloss im Laufe der Zeit genutzt und wer hat darin gewohnt? Um möglichst viel über das Gebäude und dessen Bewohner herauszufinden, werden die Zeitenspringer in Archiven recherchieren und Zeitzeugen befragen. Außerdem wollen die Projektteilnehmer und -teilnehmerinnen an Grabungen im Innenhof des Schlosses teilnehmen.
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02/08 Jugendclub Schkopau / Luppenau
Am Löpitzer Schloss 1
06258 Schkopau
Teamfoto
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Geschichte in Bildern
Luppenau gehört heute zur Großgemeinde Schkopau und wurde 1950 mit neuem Namen aus den ehemaligen Ortsteilen Lössen-Löpitz-Tragarth gegründet. Nach der Wende verdoppelte sich die Einwohnerzahl des Ortes von 280 auf 560. Die Kinder und Jugendlichen wollen sich durch dieses Projekt mit der Geschichte ihres Heimatortes vertraut machen. Dazu beteiligen sie sich an einer Foto-Ausstellung, an der drei Generationen mitwirken, recherchieren im Gemeindearchiv und fotografieren die heutigen Stadtansichten. Die Ergebnisse sollen in einem Bildband veröffentlicht werden.
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02/08 Jugendverein "Roxy" e.V.
Wittener Str. 36 a
06766 Bitterfeld-Wolfen
Jugendeinrichtungen in Bitterfeld-Wolfen
Die Stadt Bitterfeld-Wolfen wurde im Jahre 2007 aus fünf Gemeinden/Städten gebildet und ist nun die viertgrößte Stadt in Sachsen-Anhalt. Die Zeitenspringer wollen die geschichtlichen Daten und die Entwicklung von Jugendeinrichtungen in ihrer Stadt erkunden und Veränderungen in der Ausrichtung und bei der inhaltlichen Ausgestaltung anschaulich dokumentieren. Dabei gilt ihr besonderes Interesse der regionalen DDR-Geschichte und dem Umgestaltungsprozess in den örtlichen Jugendclubeinrichtungen nach 1989. Als Informationsquellen nutzen die Jugendlichen die örtlichen Archive, noch vorhandenes Material von Trägern und natürlich Zeitzeugen.
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02/08 4>>WARD-HipHop-Netzwerk e.V.
c/o Marian Matuszcyk
Bahnhofstr. 09
06484 Quedlinburg
Pioniermanöver 2.0
Dessau und Leipzig galten in den 80er Jahren als (inoffizielle) Zentren der HipHop-Kultur in der DDR. Eine westliche Kultur, deren junge Anhänger verfolgt wurden - und die es dennoch gegen alle Widerstände von der Straße auf die größten Bühnen der DDR schafften. Die noch verborgene Geschichte der HipHop-Szene Magdeburgs und Halles steht im Fokus der Projektarbeit. Die Zeitenspringer aus Quedlinburg befragen Zeitzeugen, um das damalige Lebensgefühl mit ihrer heutigen Erlebniswelt zu vergleichen. Einige der Zeitzeugen sind heute etablierte Künstler der HipHop-Szene und mit ihren Erfahrungen authentische Vorbilder.

02/08 Gemeinschaftsschule für (H)Alle e.V.
c/o Saaleschule
Hans-Dittmar-Str. 9
06118 Halle
Schule in Halle - früher und heute
Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt im letzten Jahr haben die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen in Bezug auf Schule ausgewertet. Nun wollen sie sich mit dem Schulalltag in früheren Zeiten beschäftigen. Zeitzeugen und alte Schulbücher erzählen Geschichte(n) einer anderen Zeit und regen die Jugendlichen zum Vergleich mit dem eigenen Erleben von Schule an. Anhand einer Gegenüberstellung hallescher Schulen sollen die Unterschiede von damals und heute (Gebäude, Verhältnis Lehrer/Schüler) deutlich gemacht werden. Auch die Veränderung der Schullandschaft durch die Wende wird von den Jugendlichen näher untersucht.
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02/08 TreFFFpunkt e.V.
c/o Petra Anschütz
Herrenstr. 12
99947 Bad Langensalza
Der 17. Juni 1953 in Bad Tennstedt
Die Jugendlichen erforschen die Ereignisse des 17. Juni 1953 in Bad Tennstedt und seine Auswirkungen auf die beteiligten Personen. Neben einem Zeitungsartikel, in dem die Ereignisse geschildert werden, sollen Gespräche mit Bad Tennstedter Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung dieses Datums, auch als ein Tag der Geschichte, erlebbar machen. Die Ergebnisse sollen in einer Broschüre zusammengefasst werden. Außerdem ist eine Ausstellung in Bad Tennstedt geplant.
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02/08 Jugendinitiative Frischluft
c/o Andreas Kinder
Prof. Neidhardt Siedlung 13
07546 Gera
Menschenrechtsverletzungen und Widerstand in Gera
In Gera gibt es nur wenige erforschte Schicksale von Personen, die sich aktiv am Widerstand gegen totalitäre und autoritäre Systeme beteiligt haben. Auch ist recht unbekannt, wie und wo z.B. jüdische Bürger verfolgt wurden. Die Jugendgruppe erforscht zum einen Orte, an denen von 1933 bis 1953 Menschenrechtsverletzungen begangen wurden und zum anderen Orte und Personen des Widerstandes. Ziel der Jugendlichen ist, diese Orte für andere zugänglich zu machen.

03/06 Jugendzentrum / Schullandheim "Gleichberge" e.V.
Am Großen Gleichberg
98631 Römhild
Teamfoto
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Weg des Gedenkens - Weg des Vergessens
Zu Beginn des Jahres 1947 wurden am Großen Gleichberg mehrere Massengräber mit getöteten KZ-Häftlingen entdeckt. Nachdem die Ermordeten geborgen und auf einem Ehrenfriedhof beigesetzt wurden, entstand der Weg des Gedenkens, eine Gedenkstätte, die an das Verbrechen erinnern soll. Die Jugendlichen des Schullandheims Gleichberge erarbeiteten nicht nur eine Dokumentation über die Gedenkstätte, sie setzten sich auch aktiv für ihren Erhalt ein.
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02/06 Niederlausitzer Kunstschule "Birkchen" e.V.
Straße der Jugend 1 a
01968 Brieske
Teamfoto
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Marga im Wandel der Zeit
Die Schülerinnen und Schüler der Kunstschule Birkchen beschäftigten sich mit der 100jährigen Geschichte der ersten deutschen Gartenstadt Marga: von der einstmals pulsierenden modernen Arbeiterkolonie mit viel Kohlenstaub auf dem Fensterbrett hin zur heutigen Siedlung und dem „Wohnen im Grünen“.
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02/06 Stadt Falkenberg/Elster
Markt 3
04895 Falkenberg
Teamfoto
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Wie sah Jugendarbeit in unserer Stadt Falkenberg/Elster vor der Wende aus?
Die Jugendlichen erforschten im Rahmen des Zeitensprünge-Programms, welche Formen von Jugendarbeit in ihrer Stadt vor 1989 existierten und welche Inhalte dabei vermittelt wurden. Ihre Nachforschungen tragen zur Vervollständigung der Stadtchronik bei.
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02/06 Stiftung NEUE KULTUR / Projekt Prora
Choriner Straße 82
10119 Berlin
Begegnungswoche mit ehemaligen Zwangsarbeitern aus Polen
Das Thema Zwangsarbeit auf Rügen stand im Fokus dieses Zeitensprünge-Projekts. In einer Begegnungswoche auf der Insel Rügen befragten Jugendliche ehemalige Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen zu ihren Erinnerungen an die Zwangsarbeit auf der Insel Rügen und besuchten mit ihnen gemeinsam ihre früheren Arbeitsorte. Auch deutsche Zeitzeugen wurden zu diesem Zweck ausfindig gemacht.
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02/06 DLRG - Ortsgruppe Boltenhagen e.V.
Albin Körbis Siedlung 3 a
23946 Boltenhagen / Tarnewitz
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Wasserrettung in Boltenhagen - gestern bis heute
Die Zeitenspringer dokumentierten die Geschichte Boltenhagens und zugleich die Entwicklung des Wasserrettungsdienstes in diesem Ort. Neben der Ortsgeschichte wurde so auch die Absicherung des Badebetriebes und die Badesicherheit erforscht.
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02/06 Jugendclub Bühlau e.V.
c/o Maik Rodig
Hauptstr. 122
01833 Langenwolmsdorf
Teamfoto
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Offene Häuser in Bühlau
Mit diesem Projekt wurde den Bühlauer Bürgerinnen und Bürgern die Geschichtsträchtigkeit ihres Ortes, der 1122 erstmals erwähnt wurde, nahegebracht. Unter anderem trug dazu ein Dorffest bei, bei dem viele Einwohnerinnen und Einwohner Bühlaus ihre Türen öffneten und Interessierten über die Geschichte ihres Hauses berichteten.
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02/06 BSZ Eilenburg Rote Jahne
Wöllnauer Chaussee 2
04838 Doberschütz
Teamfoto
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Wahre Geschichten und Legenden um die Rote Jahne
Von der Reichsfliegerschule zum modernen Berufsschulzentrum – die Geschichte der Roten Jahne ist ungewöhnlich wechselvoll und bisher kaum eingehender beleuchtet worden. Die Zeitenspringer aus Doberschütz starteten daher ein Geschichtsprojekt zu ihrer Ausbildungsstätte, deren Entwicklung in Form einer PowerPoint-Präsentation und einer Fotoausstellung aufgearbeitet wurde.
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02/06 Kreativitätszentrum Zeitz e.V.
Badstubenvorstadt 12 / 13
06712 Zeitz
Teamfoto
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"Das verwunschene Schloss" - Wasserschloss Heuckewalde
Das Wasserschloss Heuckewalde, eine um 900 erbaute Wasserburg, ist in Vergessenheit geraten. Um den Bekanntheitsgrad der Burg zu erhöhen, erarbeiteten diese Jugendlichen einen geschichtlichen Leitfaden. Sie widmeten sich dabei besonders den Veränderungen am Bauwerk und den Maßnahmen zum Erhalt, die traditionsreiche Zeitzer Handwerksbetriebe im Laufe der Jahrhunderte vorgenommen haben.
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02/06 Kinder- und Jugendhaus e.V.
Züricher Str. 14
06128 Halle / Saale
Teamfoto
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Entwicklung des Industriestandortes Halle
Die neuere Geschichte der Stadt Halle, die 2006 ihr 1.200jähriges Stadtjubiläum feiert, ist unmittelbar mit der Entwicklung der Industrie verknüpft. Anhand der ehemaligen Pumpenwerke Halle vollzogen diese Zeitenspringer die Industriegeschichte ihrer Stadt exemplarisch nach. Sie dokumentierten die Entwicklung des Unternehmens, das als kleine Manufaktur begann, zu dem VEB Pumpenwerke wurde und heute in die weltweite Konzernstruktur des KSB eingebunden ist, in Form einer Ausstellung.
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02/06 Gesellschaft für historische Alltagsgeschichte e.V.
Oberengengasse 10
38855 Wernigerode
Teamfoto
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Wernigeröder Blüten? Was geschah während der Inflation 1923/24 in Wernigerode
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Zeitensprünge-Projekts befassten sich unter dem Gesichtspunkt von Inflation, Wirtschafts- und Finanzkrise mit der Alltagsgeschichte und Lebenskultur der frühen 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie erkundeten unter anderem, was es mit dem Ausspruch einer alten Wernigeröderin „Renne, renne, die Butter wird teurer!“ auf sich hatte.
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02/06 Thomas Müntzer Schule Mühlhausen
Karl-Marx-Str. 35
99974 Mühlhausen
Teamfoto
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Mühlhausen in der Wendezeit 1989/1990
Ziel dieses Projekts war es, mittels Zeitenzeugenbefragung die großen Ereignisse der Wendezeit in Form von kleinen persönlichen Geschichten greifbar zu machen. Insbesondere ehemalige Mühlhäuser, die ihre Heimatstadt vor der Wende verlassen haben und sich trotzdem noch mit ihr verbunden fühlen, kamen dabei zu Wort.
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10/05 Friedrich-Schiller-Gymnasium Calbe/Saale
Große Angergasse 10
39240 Calbe / Saale
Teamfoto
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Industriepioniere in unserer Heimat
Die Stadt Calbe/Saale hat viele Industriepioniere hervorgebracht. Die Geschichte dieser Pioniere nachzuzeichnen war Hauptanliegen der Projektgruppe.
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09/05 RAA Brandenburg e.V.
NL Forst/ L.
Richard-Wagner-Str. 37
03149 Forst / L.
AG "Jüdische Schüler"
Die Arbeitsgruppe am Friedrich-Ludwig-Jahn Gymnasium beschäftigte sich mit dem jüdischen Leben in Forst. Die Schul- und Stadtgeschichte, sowie der jüdische Friedhof dienten dafür als Ausgangspunkt.

09/05 Ev. Kirchengemeinde Forst/Lausitz
Blumenstr. 9
03149 Forst / Lausitz
Teamfoto
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Die Wendezeit in Forst (Lausitz)
Anhand von Zeitzeugenbefragung arbeitete das Projekt die Wendezeit in Forst auf: Wie haben die Menschen die Wende erlebt, welche Erwartungen hatten sie? – und andere Fragen beschäftigten die Gruppe. Abschließend wurden die Ergebnisse in Form einer Dokumentationsmappe, ergänzt durch eine DVD, präsentiert.
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09/05 Städtisches Gymnasium Friedrich Stoy
Clara-Zetkin-Str. 8
04895 Falkenberg / Elster
Falkenbergs Kapitulation
Mit dem Übergang vom Kriegsende zur Nachkriegszeit beschäftigte sich diese Projektgruppe. Dabei arbeiteten sie die näheren Umstände und Erlebnisse der Menschen, die diesen Übergang erlebt haben, auf.

09/05 Ev. Kirchengemeinde Lieberose und Land
Markt 19
15868 Lieberose
Krieg, Flucht, Vertreibung und Neubeginn in Brandenburg am Beispiel Jamlitz/Lieberose
Gegenstand des Zeitensprünge-Projektes waren die Auswirkungen der Flüchtlingsströme nach dem Zweiten Weltkrieg auf Jamlitz und Umgebung. Immerhin stammten 1945 über 30 Prozent der Bevölkerung um Lieberose aus östlicheren Gebieten.
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09/05 Stadt Falkenberg/Elster
Markt 3
04895 Falkenberg
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Persönlichkeiten
Im Zuge einer Straßenumbenennung stießen die Jugendlichen des Jugendbeirates der Stadt auf zwei Namen, die im Zusammenhang mit ihrem Engagement während des Bombardement von Falkenberg fielen. Die Jugendlichen ergründeten, ob diese Personen die Stadt Falkenberg/Elster vor noch größeren Schäden durch Bombardements bewahrt haben.
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09/05 Ev. Kirchengemeinde Züssow
Kirchweg 2
17495 Züssow
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Flüchtlingsdrama und Kirche
Um den nach Kriegsende in Züssow gestrandeten Flüchtlingen zu helfen, starteten die Kirchgemeinde und die Zülchower/ Züssower Diakone gemeinsam mit den Dorfbewohnern eine Soforthilfe. Daran zu erinnern, aber auch die demografische Entwicklung und Integration der „Neuen“ zu dokumentieren, war das Anliegen dieses Geschichtsprojekts. Die Ergebnisse der Recherchen wurden in einem Film aufbereitet, dessen Präsentation an einem Filmabend im Dorf zu einem generationsübergreifenden Dialog führte.

09/05 Caritas Mecklenburg e.V./ Schloss Dreilützow
Am Schlosspark 10
19243 Dreilützow
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Weihnachten 45 - Weihnachten in den letzten Jahrzehnten
Die Art das Weihnachtsfest zu begehen erlaubt Rückschlüsse über die jeweilige Zeit und den jeweiligen Ort. Aus diesem Grund erstellten die Zeitenspringer eine Sammlung von Weihnachtsgeschichten, die exemplarisch die Vergangenheit illustrieren und das Wesentliche des Weihnachtsfestes für die Gegenwart herausstellen.
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09/05 Goethegymnasium Rostock
Goetheplatz 5/6
18055 Rostock
Wendepunkte - Der Wandel in der Region Rostock von 1989 - 1992
Die Schüler erarbeiteten die regionale Rundfunkstruktur, die Geschichte des Rundfunks und seiner Macher in der Stadt und fragten nach dem lokalen Bezug der Radioproduktionen. Die Veröffentlichung ihrer Rechercheergebnisse erfolgte in Form einer Sendung auf Radio Lohro.
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09/05 Roter Baum e.V. - Ortsgruppe Leipzig
c/o linXXnet
Bornaische Str. 3d
04277 Leipzig
Im Haus nebenan
Mit dem Leben der Sinti und Roma in Leipzig vor 1933 beschäftigte sich diese Projektgruppe. Dabei galt es aufzuzeigen, dass diese vor ihrer systematischen Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung einen festen und akzeptierten Bestandteil der Leipziger Bevölkerung darstellten. Die Zeitenspringer gegaben sich dazu auf eine Spurensuche durch ihre Heimatstadt und hielten ihre Ergebnisse durch eine Fotodokumentation fest.
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09/05 Kooperative Gesamtschule W. v. Humboldt
Lilienstr. 17-19
06122 Halle / Saale
Die Befreiung der Stadt Halle im April 1945
Ausgangspunkt ist der Einmarsch der alliierten Streitkräfte in Halle 1945. Die Teilnehmer machten Menschen aus dieser Zeit ausfindig, um die Ereignisse näher zu beleuchten. Zudem wurde die amerikanische Militäreinheit „Timberwölfe“, die an der Befreiung der Stadt beteiligt war, näher betrachtet.
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09/05 Projekt für Toleranz und Demokratie
DGB-Jugend Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Str. 6
39104 Magdeburg
Teamfoto
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Geschichte der ZwangsarbeiterInnen in Westerhüsen / Tonschacht
Im Zwangsarbeiterlager Tonschacht bei Magdeburg kamen zwischen 1942-1945 über 800 Menschen ums Leben. Die Projektgruppe arbeitete mit Hilfe von Zeitzeugen und Quellen aus Archiven die bisher unerforschte Geschichte des Arbeitslagers auf.
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09/05 Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.
Leipziger Str. 37
06108 Halle
Teamfoto
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Geschichtenweg
Dieses Zeitensprünge-Projekt erarbeitete Schautafeln, die die oftmals unbekannten Geschichten historischer Gebäude Halles den Bewohnern der Stadt näher bringen sollen.
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09/05 Sekundarschule Reuden
Ostrauer Str. 7
06725 Reuden
KZ Buchenwald / Außenlager Wille
Die Projektgruppe erforschte die Geschichte des Außenlagers und arbeitete sie umfangreich auf. Das Ergebnis des Projektes ist die Initiierung einer dauerhaften Ausstellung über das Außenlager „Wille“ des Konzentrationslagers Buchenwald.
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09/05 Gemeinde Zeddenick
c/o Jugendgruppe Zeddenick
Schulstr. 5
39291 Zeddenick
Wende - Wandel - Zeddenick
Seit über 1000 Jahren gibt es das Dorf Zeddenick. Hauptsächlich agrarisch geprägt, verlor es nach der Wende weitaus mehr als die Hälfte der 500 Einwohner. Mit Hilfe einer Fotoausstellung stellte die Projektgruppe diesen Wandel in den letzten 15 Jahren dar. Gleichzeitig werden die Ergebnisse der Arbeit für einen internationalen Jugendaustausch mit einem Dorf in Mazedonien genutzt.
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09/05 JFZ "Der Club"/ SONAB e.V.
Hafenstr. 8
39340 Haldensleben
Zwischen Beat und Politik
Der Jugendalltag in der DDR in Walter Ulbrichts Regierungszeit von 1960-1972 stand in diesem Zeitensprünge-Projekt im Vordergrund. Der Zeitraum wurde bewusst gewählt, da die SED-Führung bemüht war, die Jugendlichen als Zukunftsträger des sozialen und politischen Gesellschaftsgefüges zu gewinnen, aber auf der anderen Seite Repressionsmaßnahmen gegen die Jugend vollzog. Die Teilnehmer erhielten durch die Auseinandersetzung mit dieser Zeit einen differenzierteren Blick auf die DDR-Geschichte.
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09/05 Stadtverwaltung Saalfeld
Amt für Kinder/Jugend/ Sport
Markt 6
07318 Saalfeld
Projekt: Lebenslinien
Mit der Erstellung einer Broschüre mit Interviews und Fotos zur gleichnamigen Wanderausstellung „Lebenslinien“ dokumentierten die Zeitenspringer 34 Lebensentwürfe junger Menschen.
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