Zeitensprünge-Projekte in Friedrichshain-Kreuzberg

Förder-
entscheidung
Projektträger Projekttitel und Kurzbeschreibung
02/09 1. Berliner Skateboardverein e.V.
Revaler Str. 99
10245 Berlin
30 Jahre Skateboarding in Berlin
Skateboarding ist nicht nur Sport, sondern auch eine Subkultur, die bereits mehrere Genera-tionen auf unterschiedliche Weisen geprägt hat. Im 1. Berliner Skateboardverein e.V. haben sich Skater und Unterstützer aus verschiedensten Bereichen zusammengefunden. Die Ver-einsmitglieder arbeiten ehrenamtlich oder in Projekten. Sie beschäftigen sich schon seit langer Zeit mit den Themen Skateboarding, Musik und Jugendkulturen. Mit der Aufarbeitung der Geschichte "30 Jahre Skateboarding in Berlin" möchten die jugendlichen Skater im Dialog der Generationen mehr über die spannende Geschichte ihres Sportes lernen.
Darüber hinaus sollen die Jugendlichen animiert werden, sich aktiv in die Entwicklung ihres Vereins und ihres Kiezes einzubringen. Als Partner konnten die Zeitenspringer den Skate-boardfotografen Phil Boyd gewinnen, der eine der umfangreichsten Fotosammlungen der frühen Jahre der Berliner Skateboardszenen besitzt. Die Ergebnisse der Projektarbeit sollen in Form einer Film- und Fotoausstellung präsentiert werden.

02/09 Paul-Singer-Verein e.V.
Petersburger Str. 92
10247 Berlin
Märchenbrunnen
Der Märchenbrunnen zählt zu den bekanntesten Denkmalen des Stadtbezirks Friedrichs-hain-Kreuzberg. Alle Zeitenspringer kennen den Märchenbrunnen - auch die verschiedenen am Brunnen dargestellten Märchen. Der Brunnen, im Volkspark Friedrichshain gelegen, ent-stand auf Veranlassung der Stadtverordnetenversammlung Berlin und wurde im Jahre 1913 eröffnet. Der Kaiser war gegen den Bau des Brunnens. Aber aus welchem Grund? Die Zei-tenspringer möchten sich in ihrer Projektarbeit auf die demokratiegeschichtliche Bedeutung des viel besuchten Denkmals konzentrieren, die bisher wenig beachtet wurde. Entstehungs-geschichte und Hintergründe der Entstehung des Denkmals wollen die Jugendlichen eben-falls erforschen. Die Zeitenspringer werden hierzu in Archiven recherchieren sowie Bild- und Textmaterial Zeitungen und Zeitschriften zusammen tragen.
Ziel des Projektes ist eine Ausstellung zur demokratiegeschichtlichen Bedeutung des Denk-mals. Eine Tafel, die den demokratiegeschichtlichen Charakter der Entstehungsgeschichte des Brunnens dokumentiert, soll der Bezirksverwaltung übergeben werden.

02/09 Yekmal e.V.
Cuvrystr. 13/14
10997 Berlin
Zurückgehen oder bleiben - kurdische und türkische Entschlüsse im Jahr 1989
Die Kreuzberger Zeitenspringer, welche in diesem Projekt arbeiten, wurden in Deutschland geboren haben aber türkischen oder kurdischen Migrationshintergrund. Ihre Eltern oder Großeltern kamen vor vielen Jahren als Gastarbeiter in unser Land. Der Fall der Mauer brachte im Stadtviertel SO 36 eine charakteristische kulturelle Prägung mit sich. Viele nun arbeitslose Migranten wollten zunächst in die Türkei zurückzugehen. Doch besonders Fami-lien entschlossen sich, aufgrund der sozialen Integration ihrer Kinder, dafür zu bleiben.
Viele Migranten entschieden sich stattdessen für den Aufbau einer Existenz als Selbständige und gründeten Gewerbeunternehmen, die auch heute noch typisch für das Stadtviertel, in dem die Jugendlichen leben, sind. Die Zeitenspringer wollen in ihrem Projekt dokumentieren, was sich durch die Entscheidung zu Bleiben für die Zuwanderer seit dem Fall der Mauer ver-ändert hat, was sie erreicht haben und wie ihnen das gelingen konnte. Aus Zeitzeugenport-raits wird ein Dokumentarfilm entstehen, der im Kreuzberg Museum öffentlich präsentiert werden soll.

02/08 SJD - Die Falken, KV Friedrichshain-Kreuzberg e.V.
Graefestr. 14
10967 Berlin
Auf den Spuren jüdischen Lebens in Kreuzberg
In diesem Projekt setzen sich Jugendliche mit der jüdischen Geschichte ihres Stadtteils auseinander. Hierbei soll auf den 09. November 1938, die Synagoge in Kreuzberg und das nachbarschaftlich gelegenen Jüdische Museum besonders Wert gelegt werden. Vor dem Hintergrund des fortwährenden Konflikts im Nahen Osten und den damit einhergehenden Vorurteilen auf beiden Seiten sollen die überwiegend muslimischen Teilnehmer ihr neues Wissen mit ihrem vor dem Projekt vorhandenen Wissen abgleichen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sollen eine Power-Point-Präsentation und eine "kleine" Ausstellung sein.
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02/08 Yekmal e.V.
Cuvrystr. 13/14
10997 Berlin
Die Geschichte der kurdischen und türkischen Migranten in Kreuzberg
Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer entstammen der kurdischen und türkischen Kultur, deren Spuren in Kreuzberg nachgegangen werden soll. Manche sind in Kreuzberg geboren, andere kamen als Kleinkinder mit ihren Familien hierher. Da sie sich selbst manchmal als "Kreuzberger" bezeichnen, ist es von großem Interesse für sie, die Geschichte ihres Stadtteils zu erforschen. Auch aufgrund des türkisch-kurdischen Konfliktes, ist es wichtig, die Geschichte beider Ethnien zu erarbeiten. Am Ende soll ein Dokumentarfilm erstellt werden.
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02/08 Paul-Singer-Verein e.V.
Petersburger Str. 92
10247 Berlin
Weg von der Straße: Obdachlosenbetreuung 19. Jahrhundert
In diesem Projekt geht es um das soziale Engagement von Paul Singer, der sich insbesondere für Obdachlose einsetzte. Das Männerasyl für Obdachlose lag im damaligen Reichstagswahlkreis Singers. Dort soll eine von den Jugendlichen erarbeitete Gedenktafel in Erinnerung an das Asylheim und an Paul Singer enthüllt werden. Die Recherchen werden sein Leben, auch unter dem Blickwinkel des Antisemitismus, dem Singer wegen seiner jüdischen Herkunft ausgesetzt war, und die Obdachlosigkeit im ausgehenden 19. Jahrhundert umfassen.
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02/08 Freundeskreis der Hector-Peterson-Oberschule e.V.
Tempelhofer Ufer 15
10963 Berlin
Wie viele Geschichten gibt es?
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wollen Kiezgeschichten aus ihrem Schul-Kiez sammeln. Dazu werden die Eltern gebeten, ihre Familien- oder Migrationsgeschichte zu erzählen. Diese können zum einen mit Schilderungen anderer Eltern desselben Herkunftslandes verglichen werden, um ein breites Bild der Geschichte des Landes zu erhalten. Zum anderen wird der Vergleich mit allen „Berliner“ Geschichten das Gesamtbild des Kiezes komplettieren und den Kindern die Verbundenheit zum Kiez als ersten Haltepunkt auf der Suche nach Identität erschließen.

02/07 Freundeskreis der Carl-von-Ossietzky-Oberschule e.V.
Blücherstr. 46-48
10961 Berlin
Teamfoto
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Auf der Mauer - auf der Lauer
Die Dresdner Straße, die durch die Stadtteile Kreuzberg und Mitte führt, wurde einst von der Berliner Mauer geteilt. Bis zum Mauerfall 1989 entwickelte sich das Leben östlich und westlich des Grenzstreifens in ganz unterschiedlichen Bahnen. Die isoliert voneinander stattfindende Entwicklung beider Abschnitte der Dresdner Straße ist eine Ursache für ihre heterogene Bevölkerungsstruktur, die bis heute für Konfliktpotential sorgt. Dieses Projektteam versucht nun heutige Probleme in den Kontext der historischen Entwicklung einzuordnen und befragt dazu alteingesessene Berlinerinnen und Berliner sowie Menschen mit Migrationshintergrund zu ihren Erlebnissen und Lebensumständen vor und nach der Wende.
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02/07 FV des Regenbogenhauses e.V.
Kadiner Str. 9
10243 Berlin
Teamfoto
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Kinder im Kiez
Das Kinderfreizeithaus Regenbogenhaus ist fast 50 Jahre alt und wurde schon als Hort, Schule, Pionierhaus und Schülerzentrum genutzt. Generationen von Kindern und Jugendlichen haben hier gelernt und gespielt. Ihre Erinnerungen hält jetzt ein Zeitensprünge-Team in einer Broschüre fest, die das Regenbogenhaus und den Kiez Friedrichshain aus der Perspektive ehemaliger Kinder portraitiert.
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02/07 SJD - Die Falken, KV Friedrichshain-Kreuzberg e.V.
Graefestr. 14
10967 Berlin
Teamfoto
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Kommunenbildung damals und heute
Die Gründung der Kommune 1 in Berlin hat das Zusammenleben vieler Menschen der Stadt beeinflusst. Insbesondere in Friedrichshain-Kreuzberg lebten und leben zahlreiche Menschen in Kommunen, alternativen Wohnprojekten und besetzten Häusern. Dieses Zeitensprünge-Team erforscht die Geschichte seines Kiezes im Hinblick auf die Kommunenbildung und setzt sich dafür ein, das Verständnis für diese alternativen Lebensformen besonders bei Menschen mit Migrationshintergrund zu wecken.
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02/07 FV der kinder- und jugendpolitischen Arbeit e.V.
Jugendclub "Freibeuter"
Graefestr. 14
10967 Berlin
Teamfoto
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Mein Stralau - dein Stralau
Die Halbinsel Stralau ist eines der ältesten Siedlungsgebiete Berlins. Die Einwohnerinnen und Einwohner Stralaus begegnen täglich historischen Überresten der unterschiedlichsten Epochen, wissen jedoch kaum etwas darüber. Dies wollen die Zeitenspringer des Jugendclub „Freibeuter“ jetzt ändern: Sie besuchen historische Stätten, führen Zeitzeugeninterviews sowie Kiezbegehungen durch und informieren sich beim Friedrichshainer Geschichtsverein über ihr Stadtquartier.
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02/07 Paul-Singer-Verein e.V.
Petersburger Str. 92
10247 Berlin
Teamfoto
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Ostarbeiter / Erinnerungskultur
Angesichts des Wiedererstarkens rechtsextremistischen Gedankenguts, ist es das Anliegen dieses Projekts, das Thema Zwangsarbeit in seiner menschenverachtenden Dimension herauszustellen. Die Jugendlichen nähern sich dabei dem Topos Zwangsarbeit abstrakt auf theoretischer Ebene, aber auch ganz konkret in ihrem Lebensumfeld: So konfrontieren sie zum einen historische Originaldokumente wie Gestapo-Anweisungen mit der UN-Menschenrechtserklärung, dem Grundgesetz der BRD und der Europäischen Verfassung. Zum anderen erforschen sie die Geschichte der Ostarbeiter in Berlin, die z.B. in den Osram-Werken arbeiten mussten.
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02/07 Ludwig-Hoffmann-Grundschule, FiPP Schulstation
Lasdehner Str. 21-23
10243 Berlin
Teamfoto
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Wenn Steine erzählen - von Trümmern zu Häusern
Die Wohnzelle Friedrichshain und die ehemalige Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee) prägen das Aussehen des Wohnviertels rund um die Ludwig-Hoffmann-Grundschule seit 1949 bzw. 1952. Doch wie kam es dazu? Die Schülerinnen und Schüler dieser Zeitensprünge-Gruppe gehen dieser Frage auf den Grund und drehen einen Film über die städtebaulichen Wandlungen ihres Kiezes.
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01/04 Freundeskreis der Carl-von-Ossietzky-Oberschule e.V.
Blücherstr. 46-48
10961 Berlin
Teamfoto
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Deportationen jüdischer Nachbarn in der Zeit des Faschismus
Anhand einer Aktenrecherche beim Amt für offene Vermögensfragen und Zeitzeugeninterviews sollen die Biographien von jüdische Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus im heutigen Wohnort der Jugendlichen recherchiert werden.
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01/04 Andreas Gymnasium
Koppenstr. 76
10243 Berlin
Teamfoto
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Die Auswirkung auf das Leben von der Stasi verfolgter DDR Bürger
Schülerinnen und Schüler des Andreas-Gymnasium wollen die Auswirkungen auf das Leben von der Stasi verfolgter DDR-Bürgerinnen und Bürger untersuchen.
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01/04 Erich-Fried-Gymnasium
Strausberger Str. 38
10243 Berlin
Recherchen zum Alltagsleben der Menschen in Friedrichshain
Im Unterricht haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Alltagsleben in der NS-Zeit beschäftigt. Nun möchten sie diese Recherche auf die Nachkriegszeit in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR ausdehnen. Untersucht werden soll das "Schulumfeld".

01/04 Ellen-Key-Oberschule
Rüdersdorfer Str. 20-27
10243 Berlin
Teamfoto
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Stalinallee Geschichte einer Straße
Die Ellen-Key-Oberschule im Friedrichshain liegt im Einzugsgebiet der "Stalinallee" und wurde etwa zur gleichen Zeit erbaut. Die Teilung Deutschlands und Berlins, der Kalte Krieg und seine Folgen - das alles repräsentiert diese Straße. Erforscht werden soll die Geschichte der "Stalinallee", ihrer Erbauer und Bewohner.
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01/04 Freizeithaus Regenbogen / Kiez-Klub
Kadiner Str. 9
10243 Berlin
Teamfoto
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Unsere Straße – früher - heute - morgen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen ihren Friedrichshainer Kiez rund um die Grünberger Straße, Kadiner Straße und das Wriezener Karree genauer kennenlernen und dafür Geschäfte, Werkstätten, Wohnungen und Institutionen erkunden und Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedlichen Alters zu ihrem Leben im Kiez befragen.
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01/04 Freundeskreis der Hector-Peterson-Oberschule e.V.
Tempelhofer Ufer 15
10963 Berlin
Teamfoto
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Wie viele Geschichten gibt es?
An der Hector-Peterson-Oberschule gibt es die Gedenktafel eines ehemaligen jüdischen Lehrers. Die Schülerinnen und Schüler, die den Schülerclub besuchen, möchten erforschen, was mit ihm passiert ist, wo er gewohnt hat und ob es in der Umgebung noch Leute gibt, die ihn kannten.
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